pasp  
2017-07-27 18:35
 

»but assuming somebody would in all seriousness say that poets are lying too much: he is right, - we are lying too much.«
friedrich willhelm nietzsche - thus spoke zarathustra (translated)

Ein duzend Monde

Ein duzend Monde mußten kommen
und während sie den Zenit erklommen
um sich dann in wohlgefallen
aufzulösen, zu verschwinden
als könnnten keine Sternenballen
den Trabanten dort festbinden
zählt' ich Tage, Stunden gar
die ich noch zu erwarten hätte
bis der Letzt' sich bietet dar
jener Monde, der mich rette
aus der Kälte vergang'ner Tage
vor dem Frust der an mir nagte.

Am Himmel steht der Mond der Weide
der in weichen Farben, fast wie Seide
alles um mich herum eindeckt
alles um mich herum belebt
alles um mich herum erweckt
so daß alles nun ist bestrebt
die Jungen genau wie die Greisen
Janus eins wie Janus zwei
ein lautes blühen aufzuweisen
auf das es wird ein Einerlei
wer ich bin und was ich bin
alleine zählt, daß ich bin!

© 1995-03-01 - 2017 by Patric Sperling

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